Praxisletter Ausgabe 7/2007

Ist die laterale Kondensation überholt?
Fragestellung: Hat die Technik der Wurzelkanalfüllung (kalte laterale Kondensation versus thermoplastische Methoden) einen Einfluss auf die Erfolgsaussicht einer Wurzelkanalfüllung? Zu dieser Fragestellung liegt nun eine Meta-Analyse vor [5].

Hintergrund: Jahrzehnte galt die klassische kalte laterale Kondensation (heute – aus dem Amerikanischen übernommen – mitunter auch als Kompaktion bezeichnet) als der Goldstandard der Wurzelkanalfülltechniken. Hand in Hand mit der beachtlichen Verbreitung permanent rotierender Wurzelkanalaufbereitungssysteme auf Nickel-Titan-Basis, welche durch Instrumente mit deutlich stärkerer Konizität gekennzeichnet sind, wird in jüngster Zeit gelegentlich suggeriert, eine moderne und Erfolg versprechende endodontische Behandlung erfordere zwingend thermoplastische Wurzelkanalfülltechniken [1]. Zwar liegen für derartige Behauptungen keinerlei wissenschaftliche Beweise vor, aber ebenso wenig konnten sie bislang entkräftet werden. Umso erfreulicher ist es, dass genau zu dieser sich anbahnenden Kontroverse nun eine Meta-Analyse publiziert wurde. Diese geht der Frage nach, ob und gegebenenfalls inwieweit unter klinisch relevanten Aspekten Unterschiede in der Prognose zwischen der kalten lateralen Kondensation und Fülltechniken auf der Basis erwärmter Guttapercha bestehen.
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