EbM-Splitter Ausgabe 08/2006

Klinische Studien in deutschsprachigen (zahn-)medizinischen Zeitschriften – durch Handsuche in die globale Wissensbasis
Randomisierte, kontrollierte klinische Studien (RCTs) werden weithin als die valideste Grundlage für die Wirksamkeitsbewertung von (zahn-)medizinischen Maßnahmen angesehen. Durch die randomisierte (zufällige) Zuteilung der Studienteilnehmer zu den verschiedenen Interventionsgruppen wird eine größtmögliche Gleichverteilung bekannter und nicht bekannter Einflussfaktoren gewährleistet. Der Vergleich der Resultate einer (Test-)Interventionsgruppe mit denen der Kontrollgruppe verschafft einen zeitgleichen Referenzwert bei annähernd gleichen Untersuchungsbedingungen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Studienergebnis tatsächlich auf der Wirkung der gestesteten Intervention beruht und nicht durch eine ungleiche Gruppenzusammensetzung zustande kommt; systematische Fehler, die zu einer Verzerrung (Bias) der Studienergebnisse führen, werden durch diese Vorgehensweise minimiert. Die randomisierte kontrollierte Studie ist somit das beste Studiendesign, um den Effekt einer medizinischen Intervention auf eine definierte Zielgröße bzw. Fragestellung hin zu untersuchen. In eine (zahn-)medizinische Entscheidungsfindung sollten, neben der individuellen klinischen Erfahrung des Arztes (interne Evidenz) und den Patientenwünschen, daher unbedingt auch die Ergebnisse aus solchen Studien (externe Evidenz) einfließen.    Bild
 
  
  
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